Margarete Luchting Paysan


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© hans paysan 2008
Ausschnitte aus einer Rede von Hans Jürgen Spross

... Auf meine Frage oder Hinweis, Figürliches sei nicht oder kaum zu entdecken,
kam die Antwort: “man träumt es sich, hinein oder hinaus”.
Ich meine, wir sollten diesem Hinweis folgen und uns das hinein- und hinausträumen,
was wir können.
... Diese Bilder sind nicht “inhaltlich” geprägt, es ist das Leben um die Künstlerin
herum, das seinen Niederschlag findet. Dies ist selbstverständlich nicht intendiert,
denn dann funktionierte solches gerade nicht.
Wenn sich die Bilder einer schnellen inhaltlichen Bestimmung entziehen, dann tut die
Künstlerin ein weiteres, indem sie nur selten Titel zu ihren Bildern erfindet, die
sie auch manchmal wieder vergisst.
Ich zitiere noch einmal Margarete: “Jeder Betrachter gibt einem Bild einen anderen Titel
– erst dann kommt Bewegung hinein, und Bewegung ist für mich wichtig.”

… Ich darf dazu eine Geschichte nacherzählen, die auch mit Farbkreiden zu tun hat, die
viel von der Poesie, die hier gemeint und zu finden ist, enthält, und die darum auch
diese nüchternen Worte beschliessen soll.
Sie stammt von Julio Cortázar, dem grossen lateinamerikanischen Autoren, der mit
seinem Buch Rayuela, erschienen 1963 – zusammen mit Gabriel Garcia Márquez
“Hundert Jahre Einsamkeit”, erschienen 1967 – den “Boom”, so nannte man das damals
tatsächlich, der lateinamerikanischen Literatur einläutete.

Die Geschichte stammt aus dem Buch “Geschichten der Cronopien und Famen”
– Historias de Cronopios y de Famas, (die ebenfalls vorkommenden Esperanzen
verschweigt der Titel); zuerst erschienen in Buenos Aires 1962.

Die Geschichte, sie ist übrigens die letzte im Buch, heisst: “Schildkröten und Cronpien”
Wie es so kommt, sind Schildkröten grosse Bewunderer der Schnelligkeit. Das ist
ganz natürlich.
Die Esperanzen wissen es und kümmern sich nicht darum. Die Famen wissen es und
spotten darüber.
Die Cronopien wissen es und ziehen jedesmal, wenn sie eine Schildkröte treffen,
die Schachtel mit Farbkreide aus der Tasche und malen auf den runden Schild wie
auf eine Tafel eine Schwalbe.